Europäischer Freiwilligendienst
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Für Europäer und solche, die es werden wollen...
Vor einigen Jahren hat die EU-Kommission den Europäischen Freiwilligendienst (engl.: European Voluntary Service) ins Leben gerufen, um das Zusammenwachsen der Menschen auf dem europäischen Kontinent auch auf gesellschaftlicher Ebene zu fördern und besonders junge Menschen hier und heute für ein lebendiges europäisches Miteinander zu begeistern; für ein Europa, das nicht nur in den Bereichen Wirtschaft und Politik die Annäherung sucht, sondern geprägt ist durch ein Klima der Toleranz, Solidarität, des Verständnisses und der guten Nachbarschaft.
Deshalb haben junge Leute zwischen 18 und 26 Jahren, die aus den EU- Mitgliedstaaten (und aus einigen weiteren mit der Union assozierten Ländern) stammen, die Möglichkeit, in einem dieser Länder ein zwölfmonatiges „Europa-Jahr“ in einer gemeinnützigen Einrichtung zu absolvieren.
Zur Organisation des EFD gehören drei beteiligte Seiten:
- Der/ die Freiwillige, der/ die bereit ist, sich in einem sozialen, ökologischen oder kulturellen Projekt gemeinnütziger Ausrichtung zu engagieren und dort konkrete, an der Praxis ausgerichtete Lernerfahrungen machen möchte.
- Eine Einrichtung (Aufnahmeprojekt), die den/ die Freiwillige/n aufnimmt und sich für die Betreuung und Begleitung des/ der Freiwilligen während des Dienstes verantwortlich zeichnet und
- die in Deutschland ansässige Einrichtung (Entsendeorganisation), die schon im Vorfeld bei der Suche nach einer passenden Einsatzstelle behilflich ist, den/ die Freiwillige/n dann auswählt, auf den Dienst vorbereitet und nach Ende der Dienstzeit eine Nachbereitung durchführt. Diese verantwortet auch den rechtlichen und bürokratischen Ablauf des Einsatzes.
Leistungen
Von den Teilnehmern/innen dürfen keine Gebühren erhoben werden. Für die anfallenden Kosten kommt in erster Linie die Europäische Union und zu geringeren Teilen die Entsendeorganisation und das Aufnahmeprojekt auf. Die Freiwilligen erhalten ein Taschengeld, dessen Höhe sich nach dem Einsatzland richtet sowie freie Unterkunft und Verpflegung. Auch die Kosten für die An- und Abreise werden übernommen. Für alle Teilnehmer/innen wird eine umfangreiche Kranken-, Unfall-, Invaliditäts- und Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Nach Abschluss des Dienstes erhält jeder/ jede Freiwillige außerdem ein Teilnahmezertifikat.
Gerade aufgrund der attraktiven finanziellen Konditionen sind diese EFD-Stellen sehr beliebt. Deshalb empfiehlt es sich auch hier, wohlüberlegt zu planen und zwecks Beratung rechtzeitig mit einem der Anbieter in Verbindung zu treten. Die Mitglieder der AGDF entscheiden häufig erst nach dem allgemeinen Auswahlverfahren, welche Freiwilligen über den EFD, und welche über andere Programme entsandt werden.
Organisationen in der AGDF, die den "Europäischen Freiwilligendienst" anbieten:
- Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
- Bildungs- und Begegnungstätte für Gewaltfreie Aktion
- Friedenskreis Halle
- ICJA Freiwilligenaustausch weltweit
- Internationaler Diakonischer Jugendeinsatz der Ev.-Method. Kirche
- Youth Action for Peace - Christlicher Friedensdienst
Weitere empfehlenswerte Links:
Unter www.go4europe, www.ex-evs.de und www.jugendfuereuropa.de gibt es sehr gute Informationen zu diesem EU-Programm. Außerdem kann man hier durch aktuelle Tagebucheinträge und Erfahrungsberichte von Ehemaligen schmökern, wertvolle Tips und Ideen für das eigene Vorhaben aufstöbern und spannende Einblicke in verschiedenste aktuell laufende Projekte gewinnen.

