FSJ / FÖJ
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Ein Jahr mit Mehrwert
Du bist auf der Suche nach neuen Herausforderungen, Anregungen und Orientierungen für deinen weiteren persönlichen und beruflichen Lebensweg und willst mehr als einfach nur "raus von Zuhaus"?
Junge Menschen aus dem In- und Ausland im Alter von 18 bis 27 können für 6 – 12 Monate ein staatlich gefördertes und gesetzlich anerkanntes Freiwilliges Soziales (FSJ) oder Freiwilliges Ökologische Jahr (FÖJ) absolvieren, eine Verlängerung auf 18 Monate ist möglich. Die Einsatzmöglichkeiten sind hier so vielfältig wie unterschiedlich; zu den klassischen Arbeitsfeldern gehören die Mitarbeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen wie zum Beispiel Krankenhäusern, Kindergärten, Altenheimen, Behindertenwerkstätten, Jugendtreffs, Naturschutzprojekten oder bei Umweltschutzorganisationen.
Ein Gewinn für alle Beteiligten
Wer sich für ein FSJ oder FÖJ entscheidet, darf auf eine Vielfalt neuer und bereichernder Erfahrungen gespannt sein. Die Freiwilligen erhalten einen ersten, ganz praxisnahen Einblick in die Berufswelt, übernehmen ungewohnte neue Aufgaben und unterstützen den Kollegenkreis aktiv bei den täglich anfallenden Arbeiten. Darüber hinaus lernen sie, die eigenen Fähigkeiten und Talente auszuprobieren und einzubringen, Verantwortung zu übernehmen, selbstständig Entscheidungen zu treffen und sich mit aktuellen Problemen und Fragestellungen der Gesellschaft auseinanderzusetzen.
Deshalb steht das FSJ/ FÖJ für viel mehr als nur den freiwilligen Arbeitseinsatz. Es ist ein Bildungs- und Lernjahr in umfassendem Sinne, das junge Männer und Frauen in der Übergangsphase zwischen Schule und Berufswahl begleiten und dabei wertvolle Impulse und Anregungen für die persönliche Entwicklung und Weiterbildung vermitteln will.
Leistungen
Der/ die Freiwillige erhält für seinen/ ihren Einsatz ein monatliches Taschengeld (variiert etwas, je nach Träger), freie Unterkunft und Verpflegung sowie Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherungs-Schutz. Im Vertrag ist außerdem der Anspruch auf 26 Tage Urlaub festgeschrieben. Das Kindergeld wird weiter an die Eltern gezahlt.
Auch das Kennenlernen und der Austausch mit anderen FSJlern und FÖJlern kommen nicht zu kurz. Reichlich Gelegenheit zum Reflektieren der persönlichen Erwartungen und Erfahrungen bieten die Seminare, die zu Beginn, mittendrin und gegen Ende des Freiwilligenjahres stattfinden!
Im Allgemeinen wird das FSJ auch als Vorpraktikum anerkannt, wenn dieses vor Beginn einer Ausbildung zu einem sozialen Beruf gefordert wird.
FSJ/ FÖJ im Ausland
Seit August 2002 besteht die Möglichkeit, das FJS /FÖJ im Ausland zu leisten. Aktion Sühnezeichen, Eirene und der Internationale christliche Jugendaustausch und kirchliche Arbeitsstellen bieten diesen Dienst im Rahmen ihrer Freiwilligendienst–Programme für ausgewählte Länder an -aufgrund der höheren staatlichen Förderung aber bisher nur für anerkannte Kriegsdienstverweigerer. Ähnlich wie beim Europäischen Freiwilligendienst (EFD) muss sich der/ die Freiwillige zunächst bei einer dieser Entsendeorganisation bewerben. Diesen entscheiden dann in Abstimmung mit möglichen Aufnahmeorganisationen, wer in das Programm aufgenommen wird und organisieren den Auslandsaufenthalt in Kooperation mit der zukünftigen Einsatzstelle. Die Träger sind als Ansprechpartner und Ratgeber bei allen organisatorischen Fragen behilflich. Im Gegensatz zum FSJ/ FÖJ im Inland muss hier auch ein Unterstützerkreis aufgebaut werden.
Eine kompakte und informative Übersicht über weitere Träger des FSJ (kirchliche und nichtkirchliche) gibt es unter www.fsj-web.org und www.pro-fsj.de. Über die Seite www.foej.de kann man sich einen guten Überblick über alle anerkannten Trägerorganisationen verschaffen, die das FÖJ im In– und Ausland anbieten. Unter www.fsj-adia.de findet ihr ein Informationsportal.

