Logo des AGDF | Zur StartseiteGruppe Jugendlicher

Friedensdienst im Ausland statt Zivildienst

Weitere Infos

Alternative gesucht?

Hast Du schon vom ADiA gehört?

Diese Abkürzung steht für „Anderer Dienst im Ausland“. Seit vielen Jahren können anerkannte Kriegsdienstverweigerer unter bestimmten Voraussetzungen einen „anderen Dienst im Ausland“ anstelle des Zivildienstes in der Bundesrepublik leisten. Die Entscheidung für diesen „Anderen Dienst“ hat zur Folge, dass die gesetzliche Pflicht für den Zivildienst im Inland erlischt. Streng genommen und im Sinne des Gesetzes (§14b ZDG) spricht man deshalb hier nicht von einem „Zivildienst im Ausland“, sondern von einer Freistellung für ein alternatives Engagement im Zeichen des Friedens und der internationalen Völkerverständigung.

Eine andere mögliche Option für anerkannte Kriegsdienstverweigerer ist das Freiwillige Soziale oder Ökologische Jahr (FSJ/FÖJ), das ebenfalls den Zivildienst ersetzen kann (§14c ZDG) und auch außerhalb von Deutschland abgeleistet werden kann.

Da der „Andere Dienst“ dem regulären Zivildienst gesetzlich nicht gleichgestellt ist, erhalten die Freiwilligen für ihre Arbeit keine monetäre Entlohnung. Der „Andere Dienst im Ausland“ wird allein gegen Unterkunft, Verpflegung und ein kleines Taschengeld geleistet. Deshalb ist es sehr wichtig, im Vorfeld der Entscheidung für den ADiA auch die eigenverantwortliche Finanzierung zu bedenken. Konkret funktioniert das in der Regel über einen sogenannten Unterstützerkreis, der sich aus Familienangehörigen, Freunden, Kollegen, Kirchengemeinden etc. zusammensetzt. Diese erklären sich bereit, monatlich einen kleinen Beitrag beizusteuern, um das Freiwilligenengagement zu unterstützen. So wird gewährleistet, dass jeder unabhängig vom eigenen finanziellen Hintergrund seinen Traum vom freiwilligen Friedensdienst im Ausland in die Tat umsetzen kann.

Die AGDF hat als erste Orientierungshilfe zwei Merkblätter zusammengestellt, die Näheres zu den Voraussetzungen und gesetzlichen Richtlinien des ADiA-Programms enthalten.

Merkblatt_ADiA.pdf

Merkblatt_FSJ.pdf

Wer sich im Vorfeld eingehend zum Thema Kriegsdienstverweigerung beraten lassen möchte, kann sich an die Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen  oder die Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung von Kriegsdienstverweigerern  (EAK)wenden.

 

Ausführliche Informationen zu den ADiA-Einsatzstellen sowie Tipps zur Bewerbung und der Finanzierung durch den Unterstützerkreis bieten die Seiten der einzelnen Träger aus dem Kreis der AGDF-Mitglieder, die eigene Plätze vermitteln. Dort gibt es auch eine Vielzahl von spannenden persönlichen Erlebnisberichten, in denen Ehemalige von den Erfahrungen erzählen, die sie während ihres Einsatzes gemacht haben.

Organisationen in der AGDF, die "Friedensdienst statt Zivildienst" anbieten

Informationen über weitere Träger sind auf der Website des Bundesamtes für den Zivildienst zu finden.