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Über uns

Übersicht

AGDF

Wo Menschen sich aktiv auf die oft schwierige Realität einlassen, entsteht Bewegung. Sie lernen, was Sache ist, welche Rolle sie selbst dabei spielen und - wie hoffnungsvoll - dass sie doch etwas tun können. Menschen, die so lernen und zur Erneuerung in Kirchen und Gesellschaft beitragen, versteht die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) als Freiwillige. Dieses Engagement schenkt Freude, Freundinnen und Freunde sowie Bestätigung: Jede, jeder kann an ihrem/seinem Platz etwas leisten.


Das erfahren jährlich etwa 5000 jüngere und auch ältere Menschen in kurz-, mittel- und langfristigen freiwilligen Diensten sowie in Friedensfachdiensten, viele Menschen in lokalen Initiativen für Friedensarbeit und viele, die durch Spenden und unterstützende Mitarbeit solche Dienste ermöglichen. Die AGDF ist ein Zusammenschluß von 33 Organisationen und Institutionen, die alle mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Arbeitsprogrammen im In- und Ausland Friedensarbeit leisten. Ihre Friedensdienste sind offen für alle Menschen.

Die in der AGDF engagierten Menschen finden sich nicht ab mit dem Widerstreit zwischen der Erwartung einer Welt, in der Friede herrscht, und der täglichen Erfahrung von Unfrieden, Gewalt und Ungerechtigkeit. Reale Schritte zum Frieden sind möglich und können gelingen, wie Beispiele aus der Arbeit der Organisationen zeigen. Frieden herrscht für sie nicht nur, wenn Waffen schweigen. Frieden in einem umfassenden Sinne ist ständige Arbeit gegen die Ursachen von Not, Gewalt, Unfreiheit und Angst.

Es geht um Verständigung und Versöhnung, um Hilfen und Ermutigung gegen ungerechte Verhältnisse, um sozialen Ausgleich sowie um die Erhaltung der Schöpfung. Dazu gibt es keine Alternative.

Die finanziellen Mittel für die Arbeit der AGDF und ihrer Mitglieder werden aufgebracht durch Eigenleistungen der Teilnehmenden, durch Spenden von Unterstützerinnen und Unterstützern, durch Kollekten von Gemeinden und durch Zuschüsse von Kirchen und staatlicher Seite.

Leitbild der AGDF

„Friede“ ist ein zentraler Inhalt der biblischen Überlieferung und ein unverzichtbarer Auftrag für alle, die sich deren Anspruch verpflichtet wissen. Dabei meint Friede – Schalom – in einem umfassenden Sinn das Heilsein des Menschen, der menschlichen Gemeinschaft und der ganzen Schöpfung. Im „Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung“ haben sich Kirchen und Bewegungen in aller Welt diesen Auftrag zueigen gemacht. Die AGDF und ihre Mitglieder stellen sich bewusst in diese Perspektive. Sie bauen mit an einer künftigen Welt, in der soziale Gerechtigkeit gelebt wird, in der Konflikte gewaltfrei ausgetragen werden und in der alle Geschöpfe ihren unversehrten Lebensraum haben.

Für einige Mitglieder der AGDF bildet primär die Tradition der Menschenrechte den Rahmen, in dem sie ihren Einsatz für den Frieden verankert finden. Ein von der biblischen Perspektive bestimmtes und ein von den Menschenrechten aus begründetes Verständnis von Frieden können sich gegenseitig befruchten und korrigieren. Ausgerichtet an der Achtung vor der Einzigartigkeit und Würde des Menschen sowie dem Grundsatz der Gewaltfreiheit verpflichtet, treffen sie zusammen im gemeinsamen Handeln für den Frieden.

Die enge Zusammenarbeit mit Kirchen und kirchlichen Einrichtungen ist für die AGDF von großer Bedeutung, um die gemeinsame Zielsetzung und Partnerschaft in der Friedensarbeit zu vertiefen. Doch haben die Friedensdienste im Gegenüber zu den verfassten Kirchen eigene Funktionen und Aufgabenfelder. Deshalb ist die strukturelle Eigenständigkeit gegenüber der verfassten Kirche ein wichtiges Element im Selbstverständnis der AGDF und ihrer Mitglieder.

Das komplette Leitbild der AGDF kann hier runtergeladen werden.

 

Strukturen und Arbeitsformen

Die Geschäftsstelle der AGDF unterstützt die Mitglieder durch Dienstleistungen und nimmt Aufgaben wahr, die in deren Interesse liegen:

Seit Mitte der 90iger Jahre gibt es drei thematisch orientierte Fachbereiche in denen Mitglieder ihre Erfahrungen austauschen, ihre Arbeit gemeinsam weiter entwickeln, Qualitätsstandards erarbeiten und die Impulse in den Dachverband geben.

Zur ständigen Beratung in friedensethischen und friedenspolitischen Grundsatzfragen berief der Vorstand ein Beratungsgremium, in dem Expertinnen und Experten auch von außerhalb der AGDF mitarbeiten.

Von 2002 bis 2006 hatte die AGDF die Geschäftsführung des Projekts "Christlich-islamische Friedensarbeit in Deutschland". Trägerverbände des Projekts, das sich in muslimisch-christlich-säkularen Spannungsfeldern um den gesellschaftlichen Frieden bemüht, sind neben der AGDF die deutsche Sektion von pax christi, der Zentralrat der Muslime in Deutschland und die Schura, Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg.

Neben diesen kontinuierlich arbeitenden Gremien gibt es themen- und aufgabenbezogene Arbeitsformen. Studientage dienen dem Austausch zu aktuellen Themen und Fragestellungen. So bietet das jährliche Heidelberger Gespräch die Möglichkeit für einen Dialog zwischen Friedensforscherinnen und Friedensforschern und denjenigen, die in der praktische Friedensarbeit stehen. Die AGDF ist Kooperationspartner bei Akademietagungen und anderen Veranstaltungen. Zudem gibt es verschiedene Projekte und  Kampagnen.

Vorstand

Der Vorstand der AGDF:

Vorsitzender: Pfarrer Horst Scheffler, ltd.wiss. Direktor a.D.

stellv. Vorsitzende: Christof Starke, Friedenskreis Halle

Beisitzer/innen:
- Anthea Bethge, EIRENE
- Dr. Reinhard Schmeer, Oekumenischer Dienst Schalomdiakonat
- Rainer Ohliger, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
- Ullrich Hahn, Internationaler Versöhnungsbund
- Ulrich Luig, Weltfriedensdienst
- Astrid Hake, peace bridages international

ständiger Gast in den Vorstandssitzungen:

Roger Mielke, Kirchenamt der EKD

Geschäftsstelle

Die AGDF bildet zusammen mit Ev. Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) eine gemeinsame Geschäftsstelle. Darin sind zudem Projekte angesiedelt, die die AGDF für Zusammenschlüsse organisatorisch abwickelt.

In der Geschäftsstelle arbeiten mit:

Gemeinsame Verwaltung:

Projekt "Friedensbildung, Bundeswehr und Schule" der AGDF und EAK

Projekt "Multiplikator/in für globales Lernen" des evangelischen Forums entwicklungspolitische Freiwilligendienste (www.efef-weltwärts.de)

Projekt des Konsortiums Ziviler Friedensdienst (www.ziviler-friedensdienst.org)

Sie erreichen uns per Email mit "Nachname"@ziviler-friedensdienst.de

Servicestelle der Konferenz evangelischer Freiwilligendienste (www.kef-online.org)

Sie erreichen diese Mitarbeitende per Email mit "Nachname"@kef-online.de

Für die EAK (www.eak-online.de) arbeiten:

Die AGDF ist innerhalb der Evangelischen Kirche ein Ansprechpartner für friedenspolitische Fragen und ist u. a. aktiv im "Gesprächsforum Ökumenische Friedensdekade" und dem "Vorbereitungskreis zur Friedenskonsultation landeskirchlicher Friedensausschüsse und Friedensdienste". Zusammen mit der EAK führt sie die Geschäfte der ständigen „Konferenz für Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche“, in der die EKD und ihre Gliedkirchen sowie Werke, Verbände und Organisationen mitarbeiten und die vom Friedensbeauftragten des Rates der EKD Renke Brahms geleitet wird.

Die Mitglieder der AGDF sind selbst für ihre Programme, Freiwilligen und Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter und deren Finanzierung verantwortlich. Insgesamt sind bei den Mitgliedern der AGDF ca. 200 Voll- und Teilzeitkräfte, haupt- oder ehrenamtlich, für die Programme tätig. Die Auflage der regelmäßigen Publikationen der Mitglieder (Zeitschriften, Nachrichtenblätter usw.) beträgt ca. 45.000. Die AGDF-Geschäftsstelle selbst bietet keine Programme an.

Satzung, Jahresbericht

Satzung2006.pdf

AGDF-Satzung

30 K

Bericht_2011_0_.pdf

Jahresbericht 2011

422 K

Vernetzungen

Die AGDF ist unter anderem Mitglied

Finanzierung

Die Arbeit des Dachverbandes wird finanziert durch Zuschüsse von kirchlicher und staatlicher Seite, durch Kollekten, durch Mitgliedsbeiträge und durch Spenden.

Die AGDF ist im Vereinsregister Bonn unter der Registernummer VR 3375 eingetragen. Die AGDF ist eine gemeinnützige Körperschaft nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG (Körperschaftssteuergesetz).

Die AGDF dankt für Spenden.Spenden an die AGDF sind steuerlich absetzbar.Sofern Sie von uns eine Spendenbescheinigung brauchen, bitten wir Sie Namen und Adresse bei der Überweisung anzugeben.

KD-Bank eG
BLZ 350 601 90
Konto 10 11391 016

IBAN DE73 3506 0190 1011 3910 16

BIC GENODED1DKD